5:11-Niederlage gegen Jadran verlangt Trotzreaktion

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Der Champions-League-Auftakt an der Adria, für den sich die Berliner gegen einen, entsprechend der Hochrechnungen, schlagbaren Gegner viel vorgenommen hatten, ging den Wasserfreunden voll daneben. Vor zwei Jahren im Königswettbewerb hatten die Berliner zweimal remis gespielt gegen die Montenegriner. Jetzt sollte ein Sieg her, um wichtige Punkte für das Final Eight im Juni 2018 einzufahren. Das erste Viertel zeigte diesen Siegeswillen, Spandau führte 2:0 und 3:2. In den folgenden zwei Vierteln schaffte Jadran dann aber einen 8:0-Rush und ließ 17:47 Minuten lang keinen weiteren Treffer der Mannschaft von Petar Kovacevic zu, der in seiner Heimat kein Rezept fand, seine Jungs aus dem Dämmerzustand zu erwecken.

Der letzte Abschnitt, in den der Gastgeber völlig entspannt mit 10:3-Führung gehen konnte, endete dann zwar doch noch einmal pro Spandau. Aber das 5:11 setzte Betreuer und Spieler unter den Druck der schnellen Ursachenfindung. Laut Kurzresümee auf der Homepage war es zwischenzeitlich zur „Einstellung spielerischer Bemühungen aus unerfindlichen Gründen“ gekommen. Der mentale Faktor spielt hier sicher eine Hauptrolle: Kein Spieler lehnte sich entschieden gegen das drohende Unheil auf.

Nur gute zwei Tage Zeit bleiben, um die Defizite von Körper und Kopf auszugleichen. Es kann nur eins geben: Wunden lecken bringt nichts, jetzt muss eine Trotzreaktion her.

Ein Spaziergang wird auch das nicht, obwohl die Spandauer klar favorisiert sind. Beim DWL-Auftakt hat die SGN ein 12:12 in Esslingen erreicht, Spandau ist nach dem 15:1 in Potsdam der erste Spitzenreiter der A-Gruppe. Ob Spandau das bleibt, entscheidet sich im Quervergleich mit Waspo Hannover (zwei Treffer in der Tordifferenz schlechter), das den OSC daheim empfängt. Neukölln dürfte mit zum Teil neuem Personal mit Spandauer Teilbiographie und Ex-04-Center Thomas Schertwitis als Coach hochmotiviert ins Becken gehen und sich nicht nur mit der Rolle des Punktelieferanten begnügen wollen.

 

Deutsche Wasserball-Liga (DWL) 2017/2018, 2. Spieltag,  28. Oktober 2017

SG Neukölln – Wasserfreunde Spandau 04

Spielbeginn:  18:00 Uhr

Spielort:         Sport- und Lehrschwimmhalle Schöneberg, Sachsendamm 11, 10829 Berlin

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