Ein Spandauer Wasserballer – Maxi Costa – im Eurocup-Finale

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Lang ist erst her, dass eine deutsche Wasserballmannschaft ein internationales Finale erstritten hat. Zwar spielen gegenwärtig zwei deutsche Klubmannschaften in der Champions League: WF Spandau 04 und Waspo Hannover). Aber bereits ein Spiel vor Ende der Gruppenphase steht fest, dass keines der beiden Teams unter die ersten 6 Mannschaften Europas um die Trophäe kämpfen werden. Zuletzt nahm Spandau 04 2003 an einem Finale teil. Damals wurde es noch im Final-Four-Modus gespielt.

Im anderen Wettbewerb auf europäischer Ebene, im Eurocup, spielen diejenigen, die in der Qualifikationsphase der Champions League ausscheiden. 2017 wurden namhafte und traditionsreiche Mannschaften wie Mornar Split, Cannotieri Napoli, SR Verona, Jadran Hercegnovi und andere von den Finalisten Ferencvaros Budapest und CSM DIGI Oradea besiegt. Das Finale gewann Ferencvaros Budapest mit 12:6 in Oradea bzw. 7:7 im Rückspiel in Budapest am 5. April.

Erfreulich aus Spandauer Sicht ist, dass einer der Berliner Nachwuchsspieler, Maximilian Costa dazu beitragen konnte, dass CSM Digi Oradea das Finale erreicht. Im Laufe des Wettbewerbes schoss er 8 Tore. Maximilian hatte zu Beginn dieser Saison nach Oradea gewechselt, wo er sein Medizinstudium begann. In der rumänischen Meisterschaft konnte er in 11 Spielen eingesetzt werden und schoss dort über 30 Tore. Dass er nicht an allen
Spielen der Liga mitspielen konnte, ist in erster Linie der Ausländerregelung in Rumänien geschuldet. Dort müssen die 5 Ausländer des CSM Digi in der Meisterschaft rotieren. Maximilian muss sich daher die Einsätze mit serbischen und kroatischen Nationalspielern wie Pjetlovic, Radjen, Asanovic (Serbien), Pavlovic (Kroatien) teilen.Gefragt, wie es ihm in Oradea ergeht, antwortet Maximilian: „Die Mannschaft hat mich sofort akzeptiert und ich bin vom Teamgeist absolut begeistert. Es macht großen Spaß, mit Welt- und Europameistern zu trainieren und zu spielen. Ich lerne viel von ihnen. Wir haben hier durch die zwei nebeneinander liegenden Hallenbäder hervorragende Trainingsmöglichkeiten. Wir trainieren zweimal täglich und haben fast jede Woche Trainingsspiele mit renommierten ungarischen Mannschaften. Zwar habe ich auch mit der Doppelbelastung aufgrund des Studiums zu kämpfen, aber die Verantwortlichen an der Universität zeigen viel Verständnis, wenn es um Wasserballspiele geht. Wasserball hat in Oradea einen Stellenwert, der mit der Bedeutung der Hertha-Spiele in Berlin vergleichbar ist.“

Nach seinen sportlichen Zielen gefragt schießt es förmlich aus ihm heraus: „Ich will mit der deutschen Nationalmannschaft an einer Olympiade teilnehmen“ – Er scheint auf dem besten Wege dorthin zu sein.

 

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